Schnee auf Kommando

Esther Wyss im Interview mit Regisseur Kuno Bont

Wie sind die ersten Drehtage gelaufen?

Kuno Bont: Ich bin sehr zufrieden. Sowohl was die künstlerische Leistung anbelangt, als auch bezüglich der Motivation der Beteiligten. Am Gamserberg (Bergbauernhof Tannbühl) und auch auf dem Brunnenberg (Maiensäss) hatten wir genau das Wetter, das wir uns wünschten – Schnee. Dabei waren dort an den Vorabenden noch grüne Wiesen.

Was haben Sie bis jetzt erreicht?

Kuno Bont: Es ist uns vor allem gelungen schon in der ersten Drehwoche aus dem wild zusammengewürfelten Haufen von Technikern, Schauspielern, Ausstattern, Maskenbildnerinnen und künstlerisch Verantwortlichen ein tolles Team zu formen. Alle sind bereit mit dem Projekt durch dick und dünn zu gehen. Es ist uns in der ersten Drehwoche gelungen einen guten Level für die Bilder und das Spiel zu finden, welchen wir als Konstante für die weiteren Dreharbeiten anwenden können. Dieser Level ist recht hoch angesetzt. Ich bin bin jedoch zuversichtlich, dass wir ihn bis zuletzt halten können.

Gab es ein besonderes Vorkommnis?

Kuno Bont: Ja, der nicht eingeplante Föhn bei der Beerdigungsszene am ersten Drehtag. Obwohl ich mir eine Szenerie mit bedrohlichen Wolken und Schnee vorgestellt hatte, war der Föhn als ältester Rheintal ein vollwertiger Ersatz. Umso eher, als die Beteiligten sich von den veränderten Wetterbedingungen nicht beirren liessen. Dank dem Föhn habe ich unverhoffterweise einen weiteren, starken und prägenden Mitspieler im Cast des Films gefunden. Künstlich wäre eine solche Szenerie nur mit riesigem Aufwand und enormen Kosten herzustellen. So hatten wir sie gratis und franko.

Welche Schwierigkeiten traten auf?

Kuno Bont: Die grösste Schwierigkeit, wenn man von Schwierigkeiten reden will, war der Umstand, dass sich das Team möglichst schnell finden musste. Da spielte vor allem die Kommunikation eine wichtige Rolle. Die vielen Helferinnen und Helfer, die erstmals bei einem solchen Dreh mit dabei waren, mussten sich erst an die Gepflogenheiten auf dem Set gewöhnen. Das schafften sie in kürzester Zeit. Kompliment.

Was hat Sie besonders gefreut?

Kuno Bont: Die gute Stimmung auf dem Set, die hohen Ansprüche, die die Beteiligten an sich selber stellten sowie die grosse Flexibilität die das Team zeigte; bei Wind und Wetter, Schnee und wärmendem Sonnenschein. Bravo!


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