Menschen «versorgen»

DAS DECKELBAD wird zu einem grossen Teil in Oberriet, der Heimatgemeinde von Kuno Bont gedreht. Die Gemeinde unterstützt die Produktion mit Sachleistungen. Was hält Rolf Huber, der dortige Gemeindammann davon, dass das Schicksal «versorgter» Menschen öffentlich wird?

Rolf Huber: «Die Vergangenheit ist da um aufgearbeitet zu werden, obwohl die Behörden nicht gerade gut wegkommen. Dieser Film ist ein Zeitzeugnis, wie die Gesellschaft und die Politik in jener Zeit funktioniert haben. Ich sehe ihn mir, wenn er dann fertig ist, auf alle Fälle an.

Könnte so etwas Ihrer Meinung nach heute auch noch passieren?

Rolf Huber: In dieser Form könnte dies heute sicherlich nicht mehr passieren. Wir wissen jedoch nicht ob in 30 oder 50 Jahren die Entscheide, welche heute gefällt werden, noch als richtig empfunden werden. Ich vermute, dass die Gesellschaft und die Politiker zu jener Zeit auch der Meinung waren, dass sie das Richtige tun.

Würde heute Leuten wie Katharina und dem Tannbühler geholfen?

Rolf Huber: Sicherlich würde diesen Personen heute geholfen werden. Ob die Hilfe auch angenommen würde, weiss ich nicht. Personen, welche in Notsituationen sind, erwarten manchmal andere Hilfe, als dass sie seitens der Behörden oder Fachinstitutionen angeboten wird.


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